Verständliche Erklärungen zu Kennzahlen und Börsen-Begriffen. Bildungszweck — keine Anlageberatung.
Der gesamte Börsenwert eines Unternehmens: Aktienkurs mal Anzahl der Aktien. Zeigt, wie 'groß' eine Firma an der Börse ist.
Nettogewinn geteilt durch die Anzahl der Aktien. Zeigt, wie viel Gewinn rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt.
Die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen — die 'oberste Zeile' der Gewinn- und Verlustrechnung.
Veränderung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr in Prozent. Zeigt, wie schnell das Geschäft wächst oder schrumpft.
Was nach allen Kosten, Zinsen und Steuern übrig bleibt — die 'unterste Zeile' der Gewinn- und Verlustrechnung.
Der höchste Kurs der Aktie in den letzten 12 Monaten. Rein historischer Bezugspunkt, keine Prognose.
Der niedrigste Kurs der Aktie in den letzten 12 Monaten. Historischer Bezugspunkt für die Kursspanne.
Ein Anteil an einem Unternehmen. Wer eine Aktie besitzt, ist Miteigentümer und hat Anspruch auf einen Anteil am Gewinn (z. B. als Dividende).
Ein börsengehandelter Fonds, der meist einen Index (z. B. MSCI World) nachbildet. Günstig, breit gestreut und einfach zu kaufen.
Ein Korb aus vielen Aktien, dessen durchschnittliche Entwicklung als Kennzahl für einen Markt dient — z. B. DAX (40 dt. Firmen) oder S&P 500 (500 US-Firmen).
Bullenmarkt = anhaltend steigende Kurse (Optimismus). Bärenmarkt = anhaltend fallende Kurse (typisch ab –20 %).
Der prozentuale Ertrag einer Anlage — aus Kursgewinnen und Dividenden — bezogen auf das eingesetzte Kapital.
Umgangssprachlich für die größten, etabliertesten und finanziell soliden Unternehmen an einer Börse (z. B. DAX-40, Dow-30).
Aktienkurs geteilt durch Gewinn pro Aktie. Zeigt, wie viele Jahresgewinne im aktuellen Kurs eingepreist sind — grobe Orientierung, ob eine Aktie günstig oder teuer wirkt.
KGV auf Basis des für das nächste Jahr erwarteten Gewinns. Zeigt die Bewertung mit Blick nach vorn statt in die Vergangenheit.
KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum. Setzt die Bewertung ins Verhältnis zum Wachstum — unter 1 gilt oft als attraktiv, ist aber sehr schätzungsabhängig.
Aktienkurs geteilt durch den bilanziellen Buchwert pro Aktie. Zeigt, wie viel Aufschlag der Markt auf das Eigenkapital zahlt.
Börsenwert geteilt durch Jahresumsatz. Nützlich für Firmen, die (noch) wenig Gewinn machen.
Durchschnittliches Kursziel, das Analysten für die Aktie ausgeben. Meinung von Profis — keine Garantie.
Höchstes veröffentlichtes Kursziel aller Analysten. Zeigt das optimistischste Szenario.
Niedrigstes veröffentlichtes Kursziel aller Analysten. Zeigt das pessimistischste Szenario.
Aggregierte Einschätzung der Analysten (z. B. Kaufen, Halten, Verkaufen). Orientierung, keine persönliche Beratung.
Umsatz minus direkte Herstellungskosten, in Prozent vom Umsatz. Zeigt, wie viel vom Umsatz nach den reinen Produktkosten übrig bleibt.
Operatives Ergebnis geteilt durch Umsatz. Zeigt, wie profitabel das Kerngeschäft vor Zinsen und Steuern arbeitet.
Nettogewinn geteilt durch Umsatz. Zeigt, wie viel vom Umsatz nach allen Kosten, Zinsen und Steuern als echter Gewinn übrig bleibt.
Gewinn im Verhältnis zum Eigenkapital. Zeigt, wie effizient das von Aktionären eingesetzte Geld verzinst wird.
Operativer Gewinn im Verhältnis zum gesamten eingesetzten Kapital (Eigen + Fremd). Misst, wie gut ein Unternehmen mit dem verfügbaren Kapital arbeitet.
Cashflow aus dem Geschäft minus notwendige Investitionen. Das Geld, das für Dividenden, Aktienrückkäufe oder Schuldenabbau frei verfügbar ist.
Summe aller kurz- und langfristigen Schulden des Unternehmens. In Relation zum Cashflow zu betrachten.
Verfügbares Bargeld und kurzfristige Anlagen. Puffer für schlechte Zeiten und Munition für Investitionen.
Jährliche Dividende geteilt durch den Aktienkurs, in Prozent. Zeigt, wie viel Ausschüttung du pro investiertem Euro erhältst.
Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgeschüttet wird. Hohe Werte lassen wenig Puffer für schlechte Jahre.
Eine Gewinnausschüttung des Unternehmens an seine Aktionäre — meist einmal jährlich oder quartalsweise in bar.
Fremdkapital geteilt durch Eigenkapital. Zeigt, wie stark eine Firma mit Schulden statt eigenem Geld arbeitet — hohe Werte bedeuten höheres Risiko.
Misst, wie stark eine Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt schwankt. 1 = wie der Markt, >1 = stärker, <1 = ruhiger.
Maß dafür, wie stark ein Kurs schwankt. Hohe Volatilität = starke Ausschläge nach oben und unten.
Kapital auf viele verschiedene Werte, Branchen und Regionen verteilen, um das Risiko einzelner Ausfälle zu reduzieren.
Wie schnell und ohne Kursverlust ein Wertpapier gekauft oder verkauft werden kann. Das Gegenteil ist das Liquiditätsrisiko: die Gefahr, nicht oder nur mit Kursabschlag verkaufen zu können. Große Firmen sind meist sehr liquide.
Je breiter das Portfolio gestreut ist (Werte, Branchen, Länder), desto kleiner wird das Risiko einzelner Ausfälle.
Eine Aktie, die anhand von Kennzahlen wie KGV oder KBV günstig aussieht, aber aus gutem Grund niedrig bewertet ist — der Kurs erholt sich oft nicht.